Chiropraktik in der Praxis

Behandlung einer Blockade des 4. Halswirbels

Wann wird Chiropraktik angewendet?

Chiropraktik kommt bei allen akuten und chronischen Problemen in der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule einschließlich der Vorder- und Hintergliedmaßen, die nicht auf einer offensichtlichen Lahmheit oder anderen schulmedizinisch zu behandelnden Krankheit beruhen, zum Einsatz.
Dazu gehören beim Pferd Rittigkeitsprobleme wie Widersetzlichkeit, Festmachen und Kopfschlagen genauso wie Taktunreinheiten, Steifheit, Schweifschiefhaltung und eine verminderte Leistungsfähigkeit.
Beim Hund sind ebenso unklare Lahmheit, Probleme beim Aufstehen und Treppensteigen, verminderter Spieltrieb und Berührungsempfindlichkeit besonders im Bereich des Rückens zu nennen.

Chiropraktik wird aber nicht nur therapeutisch eingesetzt, sondern kann auch sinnvoll zu Prophylaxe häufig wiederkehrender Probleme oder zur Rekonvaleszenz nach Operationen oder längeren Verletzungspausen sein.
Auch älteren Tieren, die häufig unter degenerativen Erkrankungen, wie bewegungseinschränkenden und schmerzhaften Arthrosen leiden, kann in regelmäßigen Intervallen angewendete Chiropraktik helfen und ihnen ein großes Stück Lebensqualität zurückgeben.
Bei klinisch unauffälligen Tieren ist es ratsam, sie einmal jährlich chiropraktisch untersuchen und gegebenenfalls  behandeln zu lassen, damit sich unterschwellig vorhandene Blockaden gar nicht erst klinisch manifestieren.
Für Turnierpferde und Gebrauchshunde, die regelmäßig im Leistungssport eingesetzt werden, kann sogar eine chiropraktische Behandlung in Abständen von 3-4 Monaten sinnvoll sein, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern und belastungs- bzw. ermüdungsbedingten Verletzungen vorzubeugen.

Vorbeugen ist immer besser als Therapieren.

Was ist das Ziel von Chiropraktik?

Ziel der chiropraktischen Behandlung ist die Wiederherstellung der vollen Beweglichkeit der Wirbelsäule und aller Gelenke der Gliedmaßen.
Dadurch wird die Kommunikation zwischen dem Nervensystem, der Muskulatur und den inneren Organen optimiert und harmonisiert.
Verspannungen werden gelöst, Schmerzen kuriert und Selbstheilungskräfte aktiviert.
Harmonie und Balance sind die Grundlagen für einen gesunden Körper, um bis ins hohe Alter kraftvoll, widerstandsfähig und leistungsbereit zu sein.


Behandlung einer Blockade des 6. Halswirbels

Die chiropraktische Untersuchung und Behandlung

Nach einem ausführlichen Gespräch zwischen Tierarzt und Tierbesitzer, bei dem alle Aspekte rund um den tierischen Patienten wie Fütterung und Haltung, tägliche Bewegung, Hufqualität- und Stellung, Beschlag, Sattel und Zaumzeug, Einsatzgebiete, vorangegangene Erkrankungen und bestimmte Probleme beleuchtet werden, wird das Tier im Stand und in der Bewegung beurteilt.
Anschließend werden bei der chiropraktischen Untersuchung alle dem Tierarzt zugänglichen Gelenke, insbesondere die Gelenke der Wirbelsäule, mittels Bewegungspalpation auf ihre Beweglichkeit hin untersucht.
So diagnostizierte Blockaden werden in der Regel mit klassischen chiropraktischen Techniken behoben. Dabei wird einem kurzen manuellen Impuls der physiologischen Gelenkrichtung folgend die Beweglichkeit des blockierten Gelenkes verbessert und im Idealfall dem blockierten Gelenk seine Beweglichkeit sogar vollständig zurückgegeben.
Die klassische Chiropraktik kann zudem sehr gut mit Logan Basic, der Craniosakralen Therapie und mit der Akupunktur kombiniert und optimiert werden.
Abschließend werden zwischen Tierarzt und  Tierbesitzer alle erhobenen Befunde und die daraus resultierenden weiteren Maßnahmen besprochen.
Ein Trainingsplan wird erstellt.
Dieser Trainingsplan beinhaltet ein Bewegungsprogramm und gegebenenfalls spezielle Übungen, mit denen der Patientenbesitzer den Erfolg und die Nachhaltigkeit der chiropraktischen Behandlung unterstützen kann.
Eine Erfolgskontrolle sollte nach 2-4 Wochen erfolgen.